Aktuelles: Regionalwettbewerb: Jugend debattiert

Regionalwettbewerb: Jugend debattiert

 

 

Die Preisträger vom GyFa

 

Bericht Regionalwettbewerb “Jugend debattiert” am 28.01.2026 im Schloss Wolfsburg

Am 28. Januar 2026 fand im Schloss Wolfsburg der Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ statt, an dem mittlerweile acht Schulen teilnehmen.

Bei „Jugend debattiert“ stellen sich jeweils vier Schüler*innen, zwei auf der Pro- und zwei auf der Kontra-Seite, in einer Debatte jeweils einer Streitfrage. Dabei beweisen sie, wie gut sie sich zur jeweiligen Streitfrage auskennen, wie geschickt sie ihre Argumentation sprachlich unterstreichen können, wie gut sie dabei auf ihre Mitdebattierenden eingehen können und wie überzeugend sie ihre Position, die ihnen zuvor zugelost wurde, vertreten können.

In den Vorrunden der Altersgruppe 1 (Jg. 8 bis 10) erörterten Lisa Heidemeyer (9a) und Luis Prüfer (9d) zusammen mit weiteren Teilnehmenden die Fragen, ob für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe KI-Anwendungen als Hilfsmittel zugelassen werden sollten, sowie, ob auf öffentlichen Plätzen der Region kostenloses W-LAN angeboten werden soll.

In der Vorrunde der Altersgruppe 2 (Jg. 11 bis 13) stellten sich Vincent Splisteser und Ronja Ronowski der Frage, ob zukünftig eine Kontaktgebühr für Arztbesuche erhoben werden soll.

Von den insgesamt 16 Teilnehmenden aus der Altersgruppe 1 erreichte Luis Prüfer schließlich das Finale. Hier wurde debattiert, ob für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden soll. In der Finaldebatte, die im Jagdsaal des Schloss Wolfsburg stattfand, verwies die Pro-Seite auf die Wichtigkeit von Insekten für das gesamte Ökosystem und somit auch die Menschen und erörterte den geringen Aufwand bei der Umsetzung der Maßnahme. Gerade diesen geringen Aufwand stellte die Kontra-Seite dabei in Frage und stellte die Freiheit der persönlichen Entscheidungen bei der Gestaltung von Privatbesitz ins Zentrum ihrer Argumentation.
Luis Prüfer, der die Kontra-Position einnahm, erreichte im Finale den 4. Platz.

In der Altersgruppe zwei schaffte es Ronja Ronowski bis ins Finale, in dem es um die Frage ging, ob die Veröffentlichung von Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollte. In dieser sehr starken Debatte warnte die Pro-Seite vor der Beeinflussung der Wähler*innen durch die Ergebnisse von Wahlumfragen und wies auf die unklaren Quellen und Methoden solcher Umfragen hin. Die Kontra-Seite argumentierte, dass die deutschen Bürger*innen nicht in ihrer Wahl der Informationsquellen beschnitten werden dürften und dass Wahlumfragen eine deutlich zuverlässigere Informationsquelle darstellen würden als z.B. Social-Media-Angebote.
Ronja Ronowski belegte in diesem Finale den 3. Platz.

Wie jedes Jahr war es wieder beeindruckend zu sehen, wie sich die Teilnehmenden innerhalb kurzer Zeit intensiv auf die verschiedenen komplexen Themen vorbereitet haben und vor allem in der Lage waren, nach nur 20 Minuten Vorbereitungszeit überzeugend eine Position zu vertreten, die nicht zwangsläufig ihrer persönlichen Haltung entspricht.

Wir freuen uns schon auf die nächste Runde im kommenden Schuljahr, wenn es wieder heißt: „Jugend debattiert – weil Kontroversen lohnen!“

 

Text: Gretje Görth, Schulkoordinatorin

Kategorie(n): 2026, Jugend debattiert