Umweltschule

Wir alle brauchen unsere Umwelt – die Umwelt braucht unseren Schutz! 

Wenn wir uns dieses Thema nicht auf die Fahnen schreiben, haben wir bald keine lebenswerte Umwelt mehr. Daher geht Umweltschutz uns alle an. So ist es nur logisch, dass sich an unserer Schule alle Schüler und Lehrer diesem Thema widmen. Dazu setzen sich am GyFa die Schüler in den verschiedenen Klassenstufen mit anderen Themen auseinander – eben dem Alter der Schüler angemessen.

Jahrgänge 5/6            Mülltrennung und Vermeidung

Jahrgänge 7 – 9         nachhaltiges Konsumverhalten

Jahrgänge 10-12        Handy/Datennutzung und CO2-Emissionen

Jahrgang 13               Projektgruppe (Information und Organisation)

Schutz braucht aber nicht nur unsere Umwelt – Schutz brauchen auch wir: Vor Stress, Hektik, Überlastung. Deshalb haben wir auch immer einen Blick auf den notwendigen Ausgleich – nutzen Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung, integrieren Aspekte der Stressbewältigung in unseren Unterricht und widmen uns dieser Thematik auch gerne in der AG „Gesundheit“, im Seminarfach oder Projekten bei „Jugend forscht“.

Über den Stand der Dinge werden Schüler regelmäßig berichten.

Karin Grunewald, Susanne Olaya-Kaufmann und Kirsten Steiding-Schürmann

 

Gemeinsam gegen den Müll

Die Fünft- und Sechstklässler staunten vermutlich nicht schlecht, als ihnen am Klassenlehrertag eine ganze Kiste voll Müll mitgebracht wurde. Diesen Müll galt es zu sortieren, dabei kam man dann ins Gespräch darüber, in welche Tonne eigentlich was entsorgt werden muss. Darüber hinaus entwickelten die Schülerinnen und Schüler viele tolle Ideen, wie man Müll einsparen kann. Wie wäre es zum Beispiel mit einer „müllfreien Schule“? Jeder nimmt den Müll wieder mit, der durchs Frühstück angefallen ist. Das Frühstück selbst sollte aus möglichst unverpackten und natürlich gesunden Zutaten bestehen, die sich in einer Brotdose befinden, die sehr lange verwendet werden kann. Die Schülerinnen und Schüler können sich auch vorstellen, aus Altpapier hergestellte Hefte, Blöcke, Mappen und Kopien zu verwenden. Einige Anregungen gingen auch an die Mensa (bitte umweltfreundlichere Verpackungen verwenden!) und bezogen sich auf den Automaten, in dem Pfandflaschen und keine Einwegflaschen mehr angeboten werden sollten. Danke für Eure Ideen!

In den Jahrgängen 7 bis 9 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler hingegen mit den Aspekten des nachhaltigen Konsumverhaltens und der Müllvermeidung näher. Ausgehend von verschiedenen Informationen zu den Bereichen Ernährung, Verpackungsmüll, Kleidung sowie Elektronik reflektierten sie ihr eigenes Konsumverhalten und setzten sich Ziele, um zukünftig nachhaltiger und umweltbewusster zu agieren. Dabei nahmen sie sich beispielsweise sehr oft vor, nur die Produkte zu kaufen, die sie auch tatsächlich benötigen, was bereits wesentlich zu einer Verringerung der Müllproduktion beiträgt. Zudem gaben sie an, weniger in Plastik verpackte Produkte kaufen zu wollen und mehr regionale und saisonale Lebensmittel bzw. Bio- Lebensmittel zu konsumieren. Im Bereich Kleidung nahmen sich die Schülerinnen und Schüler vor, zukünftig mehr fair produzierte Kleidung zu kaufen. Ferner setzten sie sich zum Ziel, Energie zu sparen, öfters mit dem Fahrrad zu fahren bzw. elektronische Geräte so lange zu nutzen, bis diese nicht mehr repariert werden können.

Neben den vielen großartigen Ideen äußerten die Schülerinnen und Schüler unter anderem ebenfalls die Wünsche, Bäume pflanzen zu wollen und „Mr. Beast“ Geld zu spenden, das dazu verwendet wird, Müll aus dem Meer zu entfernen.

Wir sind schon sehr gespannt über die weitere Entwicklung im Bereich Nachhaltigkeit am GyFa! 😊

Susanne Olaya Kaufmann und Kirsten Steiding-Schürmann

 

 

Umweltschutz beim Smartphone – Handy und Datennutzung

 

In unserem Projekt zur Umweltschule „Umweltschutz beim Smartphone“ haben wir uns die Frage gestellt, inwiefern sich unsere Internetaktivitäten und unser Verhalten bezüglich der Hardware von Smartphones auf die Umwelt auswirken.

Wir haben herausgefunden, dass bereits jetzt die Internetnutzung in Deutschland fast die Hälfte an Treibhausgasen emittiert, aller Emissionen, die für ein neutrales Klima verträglich wären.  Einen direkten Einfluss darauf haben wir, indem wir generell unsere Internetnutzung verringern, aber auch indem wir vor allem bei Videos die Qualität der Auflösung verringern, da das Internetstreaming den größten Teil der Emissionen durch das Internet ausmacht. Auch im Bereich der Hardware der Smartphones fallen viele Umweltschäden an. Dies fängt bei der Produktion des Smartphones an, bei welcher aus Rohmaterialien viele giftige Abfallprodukte entstehen und eine hohe Menge an Energie benötigt wird. Eine deutlich schonendere Alternative zum Neukaufen von Smartphones ist das „Refurbishing“, bei welcher bereits verwendete Smartphones generalüberholt werden und dann erneut im Internet angeboten werden. Diese Smartphones sind deutlich günstiger, allerdings qualitativ trotzdem wie neu.

Um die Umwelt möglichst wenig zu belasten, sollten wir uns bewusstmachen, dass alle Aktivitäten im Internet CO2-Emissionen freisetzen. Wir müssen bedenken, dass manche Internetaktivitäten notwendig sind und es nicht sinnvoll ist, alle Aktivitäten damit zu verbieten. Trotzdem können wir versuchen, möglichst wenig am Klimawandel beizutragen, indem wir beispielsweise seltener Smartphones kaufen, diese möglichst recyceln oder das Internet nicht immer auf höchster Qualität benutzen und primär W-LAN statt mobiler Daten verwenden. Letztendlich fängt der Umweltschutz bei jeder Person im Kleinen an, so sollte jeder dazu beitragen, dass die Emissionen gesenkt werden und dies kann durch die bereits genannten Methoden erreicht werden.

Projektgruppe des 13. Jahrgangs

Lea Knoke, Nele Knoke, Moritz Hahn, Jan Rothaug, Niklas Werner

Handy-Sammelaktion am GyFa läuft an

Recycling bedeutet Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe

Etwa 30 verschiedenen Metalle stecken in einem Handy. Einige davon sind nur noch begrenzt als Rohstoffe verfügbar. Umso wichtiger ist es, diese Metalle aus alten Handys zurück zu gewinnen.

Die Projektgruppe des 13. Jahrgang hat diese Problematik bereits aufgegriffen und darüber informiert. Nun folgen Taten. In Zusammenarbeit mit dem NABU Südost Niedersachsen startet unsere Handy-Sammelaktion. Dazu gibt der 13. Jahrgang, der sich jetzt der Abiturvorbereitung widmen muss, den „Staffelstab“ an jüngere Schüler des 10. Jahrgangs ab. Diese haben auch schon mit der Umsetzung begonnen und führen die Sammelaktion durch.

Der NABU arbeitet mit dem Recyclingpartner AfB gemeinnützige GmbH zusammen. Dorthin werden die Handys geschickt und in einem ersten Schritt die gebrauchten Geräte in wiederverwendbare und nicht mehr funktionsfähige sortiert. Wenn möglich, werden die Handys wiederaufbereitet. Danach können Sie wiederverkauft und so Ressourcen eingespart werden.

Sind die Althandys nicht mehr funktionsfähig oder nicht wieder zu verwenden, werden sie durch einen Schredder mechanisch zerstört. AfB übergibt die Althandys an Umicore, einer zertifizierten Metallhütte für das Schmelzen von Elektroschrott. So werden Schadstoffe fachgerecht entsorgt und verwertbare Metalle wieder zurückgewonnen.

Für die gesammelten Handys bekommt der NABU eine Spende von der Industrie. Dies fließt in den Insektenschutzfond, aus dem z.B. die Aussaat von Blühwiesen gefördert wird.

Wer zu Hause noch alte oder ungenutzte Handy liegen hat, kann diese im GyFa zur Entsorgung bringen.

Aber unbedingt beachten: Vor dem Abgeben die Daten löschen und SIM-Karte entfernen!

Wir hoffen auf eine rege Beteiligung!

Karin Grunewald

 

Was steckt in deinem Handy? TU Clausthal mit Workshops im GyFa

Das in Handys jede Menge Elektronik und damit viele Metalle stecken, darüber hat die Projektgruppe schon informiert. Das dies wertvolle Rohstoffe sind, die es lohnt, sie wieder zu recyceln, liegt auf der Hand. Dafür läuft derzeit die Sammelaktion für Alt-Handys am Gyfa.

Doch welche Metalle stecken nun im Handy, wie werden sie gewonnen und wie und wo recycelt? Um diese Fragen ging es am 29.und 30.03.2022 beim Workshop der TU Clausthal am Gyfa.

Schon heute ist absehbar, dass die Nachfrage an Metallen bald das Angebot übersteigen wird. Der Bergbau reicht nicht mehr aus, um die Nachfrage zu bedienen und neben den ökologischen Gründen wird das Recycling immer wichtiger. Ohne Recycling wird es zu Metallknappheiten kommen und darum muss sich etwas ändern!

Ganze 17 verschiedene Metalle kann man aus einem Handy wiederverwerten, aber trotzdem landet der so wichtige Metallschrott einfach im Müll.

Das Gyfa will dieses Problem mit der Sammelaktion angehen.

Nach dem sehr informativen Vortrag zu der Gewinnung von Metallerzen, dem Herstellungsprozess und zum Recycling haben wir im Workshop selbst Experimente zum Trennen von Metallen und deren Aufbereitung durchgeführt.

Da aus jeder Klasse nur eine kleine Gruppe an dem Workshop teilnehmen konnte, werden wir in unseren Klassen die Thematik im Unterricht, hauptsächlich in Chemie und Erdkunde, weiter vertiefen.

Maybrit Reckel, Elessar Stäritz, Klasse 10c

 

Besuch an der Technischen Universität Clausthal

Vom 26. -28. April besuchten wir, Hams Alek, Ben Bekeschus, Lennart Röhl (10.Klasse) und Lilly Hötte, Noel Bock und Johanna Bussat (11. Klasse) die Technische Universität in Clausthal-Zellerfeld. Dort haben wir uns über die hybride Redox-Flow-Zelle auf Basis von Zink und Cerium informiert, damit wir diese im Sommer im Rahmen eines Internationalen Umweltprojektes auf der Ideen-Expo in Hannover anderen Jugendlichen näher bringen können.

Am Dienstag, nach einem kurzen Kennenlernen mit den anderen vier Teilnehmern aus Hünfeld, Hessen, gab es ein Mittagessen in der Mensa und anschließend wurden uns die Laborräume gezeigt, in den wir in den nächsten Tagen unsere Zeit verbringen sollten. Der praktische Teil am Nachmittag begann mit der Verzinnung der 3D-Anode der Zelle auf Basis eines Kupferschaums, eine Art 3D-Gitterstruktur. Nach dem schon sehr eindrücklichen Tag mit vielen neuen Informationen, hatten wir nun den Abend zur freien Verfügung und nutzten diesen, um mit dem Studenten und dem Leiter Herrn Brinkmann, die uns begleiteten, in Gespräche zu kommen. Auch der nächste Tag startete mit einer Vielzahl an Information, als wir das Energieforschungszentrum Niedersachsen besuchten, wo an einer Redox-Flow-Zelle auf Basis von Vanadium geforscht wird. Am Nachmittag beschäftigten wir uns dann aber wieder mit dem Zusammenbau der Zelle auf Basis von Zink und Cerium und simulierten Auf- und Entladezyklen (ähnlich wie bei „normalen“ Batterien). Am Abend folgte eine Führung im 19-Lachter-Stollen im Nachbarort, mit vielen spannenden Beobachtungen und einer kleinen Zeitreise in den früheren Bergbau. Am letzten Tag gab es schließlich als Anknüpfung an die Stollenführung und der Redox-Flow-Zelle im Geomuseum der Universität eine Vorlesung zur Geologie und Aufbereitung der Metalle, welche in der Zelle verbaut wurden. Anschließend bekamen wir eine Führung durch die sehr umfangreiche und große Sammlung an Gesteinen, Mineralien und teils auch Fossilien des Museums. Nach einem gemeinsamen Mittagessen reisten wir ab und kamen nachmittags wieder in Fallersleben am Bahnhof an. Die drei Tage waren sehr informativ und wir haben viele neue Erkenntnisse, Eindrücke, Wissen und Erfahrungen mitgenommen.

Hams Alek, Ben Benkschuss, Noel Bock, Johanna Bussat, Lilly Hötte, Lennart Röhl