Demokratiefahrt – Jahrgänge 9-11

Vom 18. bis 20. März nahmen Schüler und Schülerinnen der Jahrgänge 9 bis 11 an einer Fahrt nach Berlin teil, in deren Rahmen sie sich mit der jüngeren deutschen Geschichte befassten. Es wurden verschiedene Gedenkstätten besucht und es fand ein Gespräch mit der Zeitzeugin Edda Schönherz statt.
Drei Tage Berlin
Für die Teilnehmenden der Demokratie-AG bedeutete das nicht nur eine gemeinsame Fahrt mit dem ASG, sondern vor allem eine intensive Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte und politischen Systemen.

Vom 18. – 20. März machten wir uns – eine gemischte Gruppe aus 17 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 9-11 vom Gymnasium Fallersleben und dem Albert-Schweitzer-Gymnasium unter Begleitung von Frau Kolbe, Herrn Tukuser und Herrn Schüttler – auf den Weg in unsere Hauptstadt.
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Am ersten Tag besuchten wir die Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Dort nahmen wir an einem Workshop teil, in dem wir uns intensiv mit verschiedenen Formen des Widerstands gegen die nationalsozialistische Diktatur auseinandersetzten. Anhand konkreter Beispiele lernten wir unterschiedliche Personen und Gruppen kennen, die sich aus ganz verschiedenen Gründen gegen das Regime gestellt haben – sei es aus politischer Überzeugung, religiösem Glauben oder persönlichem Verantwortungsgefühl. Dabei wurde deutlich, unter welchen Gefahren diese Menschen handelten und welche Konsequenzen ihr Widerstand oft hatte. |
| Der zweite Tag führte uns in die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, einem ehemaligen Stasi-Gefängnis. Im Rahmen einer Führung durch die original erhaltenden Gefängnisgebäude bekamen wir einen Eindruck von den unmenschlichen Haftbedingungen, denen die Gefangenen damals ausgesetzt waren. Ein besonderer Moment war das Gespräch mit der Zeitzeugin Edda Schönherz. Sie berichtete von ihrer eigenen Verhaftung und Inhaftierung und schilderte uns, wie sie diese Zeit erlebt hat und welchen menschenunwürdigen Bedingungen sie ausgesetzt war. Ihre Worte haben bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen und uns zum weiteren Nachdenken angeregt. |
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![]() Quelle: Edda-Schönherz-Verlag |
„Wer in einer Demokratie schläft, wacht in einer Diktatur auf.“ Edda Schönherz |
Am Nachmittag teilte sich unsere Gruppe: Einige besuchten die East Side Gallery und setzten sich mit der Geschichte der Berliner Mauer auseinander, während andere die Museumsinsel und das Deutsche Historische Museum erkundeten.
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Am letzten Tag besuchten wir die Gedenkstätte Sachsenhausen, ein ehemaliges Konzentrationslager. Während eines Rundgangs über das weitläufige Gelände und einem weiteren Workshop erhielten wir Einblick in den Alltag der Häftlinge und die Struktur des Lagers. Dabei wurde deutlich, unter welchen grausamen Bedingungen die Menschen dort leben und arbeiten mussten. Die Überreste des Lagers machten das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen auf eindrucksvolle Weise sichtbar. Der Besuch war für uns sehr bewegend und führte uns vor Augen, welche Folgen Ausgrenzung, Diktatur und Menschenverachtung haben können. ![]()
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Die Fahrt nach Berlin war für uns alle eine prägende Erfahrung. Sie hat uns nicht nur historisches Wissen vermittelt, sondern auch zum Nachdenken über die Bedeutung von Demokratie, Freiheit und Zivilcourage angeregt. Wir nehmen viele Eindrücke und neue Perspektiven mit – und ein noch stärkeres Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, unsere demokratischen Werte zu schützen.
Text: Theresa Höpfner, 10d Fotos: Frau Kolbe







